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Raja Ampat - das Insel-Paradies auf West Papua, Indonesien


Unter Tauchern sind die Inseln von Raja Ampat wegen ihrer unglaublichen Artenvielfalt unter Wasser schon bekannter, für andere Reisende sind sie noch ein Geheimtipp. Ob mit dem Tauchboot („Liveaboard“) oder in einem der kleinen Homestays kann man Bilderbuch-Strände erkunden und in glasklarem Wasser abtauchen. 

Nicht umsonst trägt die Gegend auch den Namen „Das letzte Paradies, the last paradise“!

 

Wir verraten dir die besten Tipps für Raja Ampat in Indonesien!


Raja Amat, Strand
Auf Westpapua, ganz im Osten Indonesiens, findest du Strände wie auf den Malediven, aber der Tourismus steckt hier noch in den Kinderschuhen.

Anreise

Das Archipel mit 612 Inseln liegt an der westlichen Spitze von West Papua, ganz im Osten Indonesiens in einer Gegend, die abgelegener nicht sein könnte. Daher ist die Anreise nicht ganz so einfach. 

Der einzige größere Flughafen in der Nähe ist auf dem Festland in der Stadt Sorong zu finden. Hier landen inländische Flüge aus Jakarta (Java), Makassar und Manado (beides Sulawesi), sowie Jayapura (West Papua). 

Um von Sorong zu den Inseln von Raja Ampat zu gelangen, ist dann eine ca.    2-stündige Fährfahrt nach Waisai nötig. Fähren vom Hafen Sorongs starten um 9 und 14 Uhr nach Waisai (Preis 120.000 Rp, ca. 7,50 € p.P.).

Raja Amat, Insel Kri
Die Anfahrt ist lang, aber es lohnt sich.

Transport

Der Hafen von Waisai ist der Knotenpunkt für den Transport innerhalb der Inseln von Raja Ampat. Von hier starten „Liveaboards“, Tauchboote und Touren durch die Inselwelt. Außerdem holen die Unterkünfte hier ihre Gäste mit kleinen Booten ab. Außer privaten Booten der Bewohner gibt es keinen öffentlichen Transport. Du solltest daher bei Ankunft in Waisai bereits eine Abholung mit deinem Hotel/Homestay abgesprochen haben.

 

Der Transport mit den kleinen Booten der Einheimischen zwischen den Inseln ist für indonesische Verhältnisse relativ teuer. Das liegt vor allem an sehr hohen Benzinpreisen in dieser abgelegenen Gegend. Es lohnt sich mit mehreren Reisenden die Kosten für ein Boot zu teilen. Preisbeispiele: Waisai Hafen zur Insel Kri: 800.000 Rp (ca. 50 € pro Boot pro Strecke), Waisai Hafen zur Insel Gam: 1.000.000 Rp (ca. 63 € pro Boot pro Strecke).

 

Bevor du dich aber auf den letzten Schritt ins „letzte Paradies“ machen kannst, gilt es noch die Nationalpark-Gebühr zu bezahlen. Der Eintritt beträgt 1.000.000 Rp (ca.63 € p.P) und ist für ein Jahr gültig.

Transport zwischen den Inseln
Transport von Waisai auf eine der vielen Inseln.

Unterkünfte

Große Hotelburgen sucht man in Raja Ampat vergebens. Neben einigen „Dive Resorts“ gibt es hauptsächlich kleine Homestays, die von Einheimischen betrieben werden. Diese bestehen aus einigen Bambushütten, oft direkt am Strand. Die Ausstattung ist sehr unterschiedlich. Die einfachsten Unterkünfte bestehen aus einem schlichten Bungalow mit einer Matratze auf dem Boden und Gemeinschaftsbad. Strom steht oft nur wenige Stunden am Tag zur Verfügung. Viele Homestays haben kein fließend Wasser. Das heißt zum Duschen und für das Spülen der Toilette wird per Hand geschöpftes Wasser genutzt. 

Sanitäre Anlagen
Gemeinschafts-Dusche/Toilette
Bambushütte am Strand
Aber wer braucht schon Luxus bei so einer Aussicht?

Die Preise der Unterkünfte beginnen bei ca. 350.000 Rp (ca. 22 € p.P pro Nacht). Inklusive sind drei Mahlzeiten, sowie meist auch Getränke (Tee/Kaffee, Wasser). Serviert werden lokale Speisen und Fisch - frisch zubereitet.

Eine große Auswahl an Unterkünften, sowie Kontakt zur Buchung der Homestays findet man auf der Website stayrajaampat.com. Die teilnehmenden Unterkünfte verpflichten sich auf einen nachhaltigen, umweltfreundlichen Tourismus zu setzten - finden wir sehr unterstützenswert!

Must Do´s

Tauchen ist die Nummer-1 Aktivität in Raja Ampat. Die Gewässer gelten als die artenreichsten der Welt. Hier findet man die seltensten Fische und farbenfrohsten Korallen. Den Kontakt zu einer Tauchschule kann jede Unterkunft vermitteln.

Wir können auch Nicht-Tauchern nur empfehlen die Unterwasserwelt zu erkunden. Mit dem Schnorchel braucht nur den Kopf unter Wasser zu halten und fühlt sich wie in einem Aquarium, umgeben von Millionen von Fischen in den außergewöhnlichsten Farben und Formen zwischen wunderschönen Korallen. Man braucht nicht lange zu suchen, um Riffhaie, Rochen und viele andere Unterwasserbewohner zu sehen.

Clownfisch, Korallen
Die Unterwasserwelt ist unglaublich vielseitig.

Einen schönen Platz zum Entspannen nach dem Tauch- oder Schnorchelgang findet man definitiv an einem der Traumstrände.

Um die nähere Umgebung deiner Unterkunft zu erkunden, bieten sich auch Kajaks an, die von einigen Unterkünften vermietet werden.

 

Wir würden dir auf jeden Fall eine Bootstour durch die Inselwelt empfehlen. Neben winzigen unbewohnten Inseln gibt es einsame Sandbänke und tolle Schnorchelspots zu erkunden.

Im Rahmen einer Tagestour kann man zum Beispiel zum Aussichtspunkt "Pianemo" (etwa 1,5 Stunden von der Insel Gam entfernt) fahren. Von dort hat man einen traumhaften Blick auf Karststeinfelsen umgeben von türkisem Wasser. Es lohnt sich definitiv! Ein weiterer Aussichtspunkt, "Wayag", liegt noch weiter außerhalb (ca. 3-4 Stunden mit dem Speedboot), soll aber auch wunderschön sein.

Raja Ampat ist außerdem bekannt für seine einzigartige Vogelwelt. Hier können seltene Vögel wie der „bird of paradise“ beobachtet werden.

Pianemo Aussichtspunkt
Aussichtspunkt: Pianemo

Nicht vergessen

Abseits von Sorong und Waisai gibt es keine Bankautomaten (ATM) mehr. Das heißt, du musst genug Bargeld (auch die Kosten für deine Unterkunft, Transport, Touren) mit auf die Inseln bringen.

 

Wichtig: Sammle den Müll, den du fabrizierst (Plastikflaschen, Tüten…) und nimm ihn wieder mit, wenn du die Inseln verlässt. Es gibt keine funktionierende Müllentsorgung und das Plastik soll nicht im Meer enden.

 

Raja Ampat ist ein tropisches Paradies. Die Anreise ist allerdings aufwendig und die Preise für Transport und Unterkunft sind im Vergleich zu anderen indonesischen Inseln hoch. 

Das trägt aber dazu bei, dass die Gegend touristisch bisher so wenig erschlossen und die Natur noch so ursprünglich ist. Wir hoffen das bleibt noch lange so im „letzten Paradies“!

Korallen
Das Wasser ist so klar, dass man gar nicht untertauchen muss, um alles zu sehen.

Hast du noch weitere Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Wir freuen uns über deinen Kommentar!


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