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Australien Roadtrip - ein Camper-Van fast für umsonst


Ein Roadtrip durch Australien ist ein Traum. Allerdings ist dieser Traum ganz schön kostspielig. Einen Campervan oder Wohnmobil für 3 Wochen zu mieten kann in die Tausende-Euro gehen. 

Wie du durch Überführungsfahrten, sogenannte „Relocations“, mit ein bisschen Spontanität einen Camper unschlagbar günstig bekommst und was du dabei beachten musst, erfährst du hier.


Roadtrip in Australien
"on the road"

Australien ist riesig. So riesig, dass Europa glatt darin verschwinden würde! Wie kann man ein so großes Land am besten auf eigene Faust erkunden? Natürlich als Selbstfahrer mit einen Campervan oder Wohnmobil. Dann kommt das echte Freiheitsgefühl auf und man kann das Land wirklich kennenlernen!

Den ersten Schock bekommt man allerdings, wenn man die Preise auf den Portalen der Vermieterfirmen für die Wagen plus der empfohlenen Versicherungen sieht. Mieten ist ganz schön teuer!

Viele Reisende kaufen sich deshalb einen gebrauchten Van oder bauen sich einen solchen aus. Sogenannte Backpacker-Vans werden zahlreich angeboten. Der zeitliche Aufwand einen passenden Wagen zu finden, diesen gegebenenfalls auszubauen, anzumelden und am Ende wieder zu verkaufen lohnt sich allerdings unserer Meinung nach erst ab einem Aufenthalt von mehreren Monaten.

Wohnmobil, Australien
Vanlife in Australien

Der Trick mit den Überführungsfahrten

Die Vermieterfirmen von Campervans haben oft mehrere Standorte, an denen sie ihre Fahrzeuge anbieten. Aber nicht an allen Standorten ist die gleiche Anzahl an Fahrzeugen vorhanden. Das kommt dadurch zustande, dass auch Einwegfahrten angeboten werden, bei denen die Fahrzeuge an einem anderen Ort abgegeben werden, als sie ausgeliehen wurden. 

Liegt nun eine Buchung für ein Fahrzeug an einem Standort vor, an dem das gebuchte Modell nicht vorhanden ist, kommen Überführungsfahrten ins Spiel.

Die Vermieterfirmen suchen ständig nach Leuten, die ihre Fahrzeuge zu einem Standort zu bringen, um sie dort wieder zu vermieten. Das gilt sowohl für einfache PKWs und Jeeps mit Dachzelt, als auch für Camper und Wohnmobile.

Wohnmobil, Camper, Ayers Rock
Mit dem Camper zu Ayers Rock

Was ist eine Überführungsfahrt

  • Der Abhol- und Abgabestandort ist festgelegt. 
  • Die Kilometer, die du zwischen den beiden Punkten maximal fahren darfst, sind beschränkt. Die Route kannst du selbst wählen, aber die Kilometerbeschränkung erlaubt meist keine großen Umwege. Zusatzkilometer kosten extra.
  • Der Zeitrahmen bzw. wie viele Tage du Zeit hast um den Camper am Zielort abzugeben, wird dir vorgegeben.
  • Der Preis bewegt sich für die meisten Relocations zwischen 1 und 5 Dollar pro Tag. Dazu kommt noch eine Kaution, die meist auf deiner Kreditkarte „geblockt“ wird. Bringst du den Wagen unversehrt zum Zielort wird der Betrag wieder freigegeben.
  • Die Geschäftsbedingungen „Terms and Conditions“ sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Lies dir die Details vorher genau durch, auch in Bezug auf die Versicherung des Fahrzeugs und eine mögliche Selbstbeteiligung.
  • Extras: Benzingeld bis zu 250 Dollar erhältst du bei vielen Überführungsfahrten dazu, was allerdings nicht reicht, um die gesamte Strecke abzudecken. Auch Fährfahrten, die nötig sind um an den Zielort zu gelangen oder Mautgebühren sollten inklusive sein. 
Kakadu Nationalpark, Northern Territory
Kakadu Nationalpark

Wo finde ich Relocation-Angebote?

Es gibt einige websites auf denen Überführungsfahrten angeboten werden. Auch auf den Seiten der großen Vermieterfirmen lohnt es sich nachzuschauen.

Sei spontan

Überführungsfahrten kann man nicht im Voraus planen. Diese Art des Transports wird nur etwas für dich sein, wenn du spontan reist und Zeit mitbringst. Oft werden die Inserate erst einige Tage vor dem Abholtermin veröffentlicht, so dass wenig Zeit für Planung bleibt. Bist du auf bestimmte Ziele und Zeiten festgelegt, solltest du andere Transportmittel in der Hinterhand haben.

Campervan, Australien
Vom kleinen Camper bis zum großen 6-Personen-Wohnmobil: Wir sind auf unserem Australien-Roadtrip einige Fahrzeuge gefahren...

Reise mit der Saison

Die Campervans und Wohnmobile werden immer dort in großer Zahl gebraucht, wo gerade die Saison beginnt. Wenn also die "high season" in einem Teil des Landes endet, ist damit zu rechnen, dass Überführungsfahrten in den Teil des Landes angeboten werden, in der die Saison gerade startet.

Fazit

Wenn du spontan reist und nicht auf ein bestimmtes Ziel festgelegt bist, sind Überführungsfahrten eine günstige Alternative, um die Schönheit Australiens als Selbstfahrer zu genießen!

Australien, Ostküste, Aussicht
Eine von vielen unbeschreiblichen Erinnerungen an unseren Roadtrip durch Australien

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