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Die schönsten kostenlosen Stellplätze der Adria-Küste


Die italienische Adria ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen der Italiener. Und das nicht ohne Grund! Ein herrlicher Strand folgt hier auf den nächsten. 

 

Wir haben die Küste von San Benedetto del Tronto bis ans südlichste Ende des Stiefels mit dem Wohnmobil bereist und wollen dir hier die schönsten kostenlosen Stellplätze zeigen.

 

Inklusive Wegbeschreibung oder GPS-Koordinaten!


Unsere Reise fand im Oktober/November statt. Die folgenden Empfehlungen gelten also für die Nebensaison. Im Juli/August wird das Entdecken kostenloser Stellplätze deutlich schwieriger sein. 

 

Alle Infos über das Freistehen/Wildcampen in Italien, inklusive unserer Erfahrungen findest du hier: 

Los geht´s mit den Stellplätzen von Nord nach Süd:

  

Im nördlichen Bereich ist die Adria-Küste recht dicht bebaut. Wer hier mit dem Camper oder Wohnmobil kostenlos stehen will, muss oft auf Parkplätze ausweichen. Diese sind meistens nur saisonal, von Juni bis Ende August, kostenpflichtig. 

Sentina

Ein Parkplatz direkt am Meer!

Ganz im Süden des langen bebauten Strandes von Sentina findest du diesen schönen asphaltierten Parkplatz am Ende einer Stichstraße zum Meer. Vom Sandstrand trennt dich dann nur noch ein kleiner Zaun. Nachts war es hier, umringt von Wohnhäusern, sehr ruhig. Von Juni bis Ende August sind die Parkbuchten kostenpflichtig (8 €/Tag). Ver- und Entsorgung findest du hier nicht. 

Die Schilder im Ort „Area Sosta Camper“ wollen dich zu einem kleinen, etwas schäbigen gebührenpflichtigen Stellplatz leiten, der direkt unter der Autobahnbrücke liegt. Keine schöne Vorstellung hier zu übernachten! Allerdings kannst du unsere Empfehlung zum übernachten nutzen und dann die „Area Sosta Camper“ lediglich zur Ver- und Entsorgen ansteuern (1€ für Frischwasser)! 

GPS: 42.9117070 13.9068501

Giulianova (Lungomare Rodi)

Einen großen asphaltierten Parkplatz findest du am Ende des Ortes, nur durch eine wenig befahrene Straße vom breiten Sandstrand getrennt. Halte dich nördlich des Flusses „Fiume Tordino“, dann kannst du den Parkplatz nicht verfehlen. Hier kann man das ganze Jahr über kostenlos parken. Es sind keine Ver- oder Entsorgungsmöglichkeiten vorhanden.

GPS: 42.7421729, 13.9779380

Parkplatz bei Giulianova, Wohnmobil
Parkplatz bei Giulianova

Lido di Casalbordino

Ein geschotterter freier Platz direkt am Meer!

Südlich des kleinen Ortes Casalbordino, der nur aus wenigen Häusern und einer großen Promenade besteht, findest du dieses schöne Plätzchen direkt bei dem Hotel „Centro Vacanze Poker“ (das hatte im Oktober allerdings schon geschlossen). Der Platz wird hauptsächlich von Fischern benutzt, die uns aber nicht störten. Wir konnten keine Einschränkung für Parken oder Camping finden. Genauso wenig gibt es Beleuchtung oder Ver-und Entsorgung. Einfach den Blick über die steinige Küste auf das Meer genießen!

GPS: 42.191798 14.646889



Habt ihr den nördlichen Teil der Adria hinter euch gelassen, lichtet sich die Bebauung und die Küste wird deutlich schöner. Die Landschaft wechselt von flachen kilometerlangen Sandstränden zu kleinen Buchten und felsigen Abhängen. Hier wird das freistehen dann deutlich einfacher. Immer wieder findet man einen kleinen Stellplatz am Strand, an den ehemaligen Wachtürmen auf den Felsen oder am Ende eines Ortes. 

Lido Azzurro

Dieser Stellplatz fällt zwar nicht in die Kategorie der kostenlosen Übernachtungsplätze, da er so schön war, möchten wir ihn euch aber trotzdem nicht vorenthalten.

In einer Bucht westlich von Peschicci direkt an einem langen Sandstrand findet ihr den Stellplatz “Lido Azzurro“. Der Platz liegt etwas oberhalb des Meeres, sodass man einen herrlichen Blick auf den Strand und das Meer hat. In der Bucht selbst befindet sich nur noch ein Campingplatz, der jedoch im Oktober keine Gäste zu haben schien. Die Strandidylle hatten wir jedenfalls für uns alleine. Der geschotterte Platz liegt zwischen Olivenbäumen und ist relativ weitläufig. Die Ver- und Entsorgungsmöglichkeit ist liebevoll angelegt, Waschbecken gibt es ebenfalls. Eine eher schlichte warme Dusche ist vorhanden, muss jedoch separat bezahlt werden. Im Sommer betreibt die Familie, die den Platz leitet, auch ein Restaurant direkt am Strand. In der Nebensaison haben wir pro Nacht inklusive Strom 15 Euro bezahlt. 

Lido di Scialmarino

Morgens den Sonnenaufgang direkt aus dem Fenster oberhalb des Strandes bestaunen… dieser Campertraum wird am Scialmarino-Strand wahr.

Am östlichen Ende der kilometerlangen Sandstrandbucht befindet sich eine kleine sandige Stellfläche direkt oberhalb des Strandes, die Platz für etwa 3 Womos bietet. Von hier hat man die uneingeschränkte Sicht auf das Meer und die komplette Bucht, inklusive eines Trabuccos, das sich am felsigen Ende befindet. Eigentlich gehört der Platz vermutlich zu einem um die Ecke liegenden Restaurant, welches sich jedoch schon in die Winterferien verabschiedet hatte. Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es natürlich nicht.

Tipp: schaut euch das Trabbucco aus der Nähe an und spaziert noch ein paar Meter weiter Richtung Osten. Hier habt ihr einen tollen Panoramablick auf eine felsige Bucht, das Trabucco zu eurer Linken und einen alten, restaurierten Wehrturm zu eurer Rechten. 

GPS: 41.9123677,  16.1353715

Carlo Pasqua

Einer unserer Lieblingsplätze!

Biegt ihr von Norden kommend (7 km hinter Mattinata) von der Hauptstraße nach links Richtung Meer ab, werden euch für mehrere Kilometer die Olivenbäumen zu beiden Seiten der kleinen Straße begleiten. Mit den hüfthohen Steinmauern erinnert die Gegend doch eher an Griechenland als an das italienische Festland. Der Weg endet an einem kleinen staubigen Schotterplatz direkt an der Steilküste. Eine traumhafte Sicht auf das Meer ist inklusive. Praktischerweise gibt es auch einen kleinen Fußweg, der zum Meer hinunterführt, sodass am kleinen Sandstrand auch gebadet werden kann. Außerdem führt ein Fußweg direkt am Meer entlang. Wie weit der Weg geht, wissen wir nicht, die ersten Meter sahen aber vielversprechend aus.

Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es hier nicht. 

GPS: 41.6662900, 16.0017126

Pogliano a Mare

Etwa einen Kilometer nördlich der Altstadt von Pogliano a Mare könnt ihr direkt auf den Felsen am Meer übernachten.

Der steinige Platz liegt an einer Art kleinem Hafen mit glasklarem Wasser und ist riesig groß. Offiziell ist das Campen hier zwar per Hinweisschild verboten, aber auch die 2 italienischen Womos, die dort bereits standen als wir ankamen, haben sich nicht für dieses Verbot interessiert. Auch nachts ist niemand gekommen, um uns wegzuschicken. Erwähnen müssen wir es aber natürlich trotzdem. Morgens und abends parken ein paar Autos der dort an den Felsen fischenden Italiener auf dem Platz und sonntags kommen Einheimische, um sich am Hafen zu sonnen und zu baden. Da der Platz aber wirklich sehr groß ist, dürfte es vermutlich selbst in der Hochsaison möglich sein einen Parkplatz zu finden. Ver- und Entsorgung gibt es natürlich nicht. 

Torre Incino

Eine schönere Badebucht kann man wohl kaum auf diesem Küstenabschnitt finden.

Oben auf dem Felsplateau thront ein alter Wachturm, die Bucht ist von Klippen gesäumt, das Wasser glasklar und plätschert langsam Richtung Kiesstrand. Direkt unterhalb des Turms ist eine große geschotterte Stellfläche, von der die Aussicht auf das Meer keine Wünsche offen lässt. Übernachtungs-Verbotsschilder haben wir nicht gesehen.

Wir haben hier einen Sonntagnachmittag verbracht und das Meer genossen. Wie ruhig die Nacht dort ist, können wir daher leider nicht aus erster Hand berichten. Aber auch für einen Badetag lohnt sich ein Abstecher hierher allemal. Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es nicht.

Wenn eure Tour weiter nach Süden geht, schaut euch unsere Stellplatzempfehlungen für Süd-Italien an:

Habt ihr weitere Stellplatz-Tipps für die Adria oder einen der oben genannten  schon mal ausprobiert?

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