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Wohnmobil-Tour an die Ostsee: Unsere Stellplätze von der Lübecker Bucht bis Fehmarn


Wer nur ein paar Tage Zeit hat, aber gerne ein bisschen Meeresluft schnuppern möchte, dem können wir die Region der Lübecker Bucht empfehlen. Auch wenn frei stehen hier so gut wie nicht mehr möglich ist, gibt es doch ein paar sehr nette Orte, an denen man offiziell die Nacht verbringen darf und das Ostseefeeling genießen kann. Wir waren Anfang Juli für 6 Tage in der Region unterwegs und möchten euch in diesem Artikel auf unsere Tour mitnehmen und unsere Übernachtungsplätze zeigen.

Ganz nebenbei war es die erste richtige Test-Tour mit unserem neuen Kastenwagen!

 

Alle Stellplatz-Tipps sind inklusive Beschreibung und GPS.


Neu-Darchau

Über Hannover, Celle und an Uelzen vorbei, fuhren wir Richtung Norden. Etwa 35 km östlich von Lüneburg lag unser erstes Ziel in dem kleinen unscheinbaren Örtchen Neu-Darchau, direkt am südlichen Ufer der Elbe. Hier befindet sich linkerhand eines kleinen Fähranlegers, der die beiden Uferseiten mit regelmäßigen Überfahrten verbindet, eine naturbelassene Grünfläche mit Blumenwiese und Palettenbänken direkt am Fluss. Platz ist für ca. 6 - 8 Wohnmobile, je nachdem wie dicht man an der Elbe stehen möchte. Gegen 18 Uhr kommt der Hafenmeister vorbei und sammelt 5 Euro für die Übernachtung ein, bis dahin ist das Parken hier kostenlos. Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es nicht. Dafür kann man die Fähre auf der Elbe beobachten (fährt von 05.00 bis 21.00 Uhr) und abends die Sonne am Horizont untergehen sehen. Ein perfekter erster Übernachtungsort für eine Tour in den Norden! Direkt am Fähranleger befindet sich in einer roten Backsteinscheune eine Kneipe, das Göpelhaus, mit schönem Garten und Blick auf die Elbe. Geöffnet ist allerdings nur an manchen Tagen!

 

GPS: N 53°14’04.5, E 10°53’24.6

lübeck

Am nächsten Tag nahmen wir die Fähre zum anderen Elbufer (Kosten: für 2 Personen und Van bis 2,8 Tonnen 7 €). Westlich des Schaalsees fahren wir durch Zarrentin, Seedorf und Salem. Wer etwas länger Zeit hat, kann auch hier an den Seen sehr gut ein paar Tage verbringen. Die Uferpromenaden laden zu Spaziergängen ein und mit dem Kanu oder SUP kann man die Region vom Wasser aus erkunden. Von Salem sind es nur noch wenige Kilometer bis Ratzeburg. Die Stadt überzeugt durch ihre malerische Lage auf einer Insel im Ratzburger See.  

Unser Tagesziel ist die Hansestadt Lübeck. Da uns hier ein ziemlicher Regenschauer überrascht, beschränken wir uns auf eine kleine Erkundungstour mit Besuch am Holstentor und einem Marzipankaffee mit Waffel und Marzipaneis im Café Niederegger. 

Übernachten kann man auf einem offiziell für Womos ausgewiesenen asphaltierten Parkplatz westlich der Innenstadt zwischen der Trave und dem Stadtgraben. Von hier sind es nur wenige Schritte bis zum Beginn der Altstadt und diverse Restaurants sind fußläufig zu erreichen. Zwischen 18 Uhr und 10 Uhr kann man hier kostenlos stehen. Da nicht sehr viele Parkbuchten zur Verfügung stehen, ist der Platz schnell gefüllt. Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es nicht. 

 

GPS: N 53°52’17.4, E 10°40'43.3

 

Nur wenige Meter nördlich des Parkplatzes gibt es noch eine weitere Stellplatz-Option. Hier befindet sich, direkt hinter der Drehbrücke, die über die Trave führt, ein großer offizieller Wohnmobilstellplatz mit Blick auf den Stadtgraben. Bis zu 24 Stunden darf man dort für einen Preis von 10 Euro stehen (oder 2 Euro/Stunde). Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es nicht. 

 

GPS: N 53°52’22.8, E 10°40'49.1



Grömitz/Lenster Strand

Da wir endlich Meeresluft schnuppern wollen, geht es am nächsten Tag weiter in den Norden bis Travemünde. Nach einem kurzen Spaziergang auf der Strandpromenade bei leichtem Nieselregen, fahren wir weiter entlang der Küste durch die Örtchen Timmendorfer Strand, Scharbeutz und Grömitz. Lange Strandpromenaden, Strandkörbe bis zum Horizont und Restaurants findet man in  allen Orten an der Küste. Am besten gefallen haben uns Timmendorfer Strand und Scharbeutz. Wer in Scharbeutz übernachten möchte, dem können wir den Stellplatz „Womohafen Scharbeutzer Strand“ mit seinen sehr hilfsbereiten Besitzern empfehlen. Der saubere Platz liegt am nördlichen Ende des Ortes. Die Innenstadt ist fußläufig gut erreichbar. Ver- und Entsorgung ist möglich, das Sanitärhaus allerdings noch nicht nutzbar (Stand 07/2020). Von hier sind es nur wenige Meter bis zum Strand und der ersten Strandkneipe, der „Stranddüne“; den Milchreis können wir sehr empfehlen. Die Übernachtung kostet pro Wohnmobil mit bis zu 3 Personen 12,50 Euro, hinzu kommt noch die Tourismusabgabe.

www.womohafen-scharbeutzer-strand.de

GPS: N 54°1’52.48, E 10°45’2.63

 

Wir haben unseren Übernachtungsplatz am Lenster Strand gefunden. 2,5 km nördlich von Grömitz befindet sich direkt hinter dem Deich eine umsteckte Grünfläche, die sowohl für Autos als auch für Womos offiziell ausgewiesen ist. Auf der anderen Seite des Deiches liegt das Restaurant „Zur Düne“ hinter dem direkt der lange Sandstrand beginnt. Bezahlen muss man den Platz an einem Ticketautomaten am daneben liegenden Toilettenhäuschen. 24 Stunden kosten 10 Euro. Die Entsorgung der Womo-Toilette ist im Toilettenhäuschen bei den Männern möglich, aber eher umständlich. Tagsüber kann man auch in einer kleinen Kneipe direkt am Deich einkehren. Selbst im Juli haben wir die Nacht hier nur mit 5 weiteren Womos verbracht. 

GPS: N 54°09’20.1, E 10°59’22.2

 

Falls der Platz doch voll sein sollte, kann man auf den benachbarten Wohnmobilstellplatz „Achtern Diek“ ausweichen. Der riesige Platz scheint erst dieses Jahr fertig geworden zu sein und lässt an Ausstattung keine Wünsche übrig. Preislich liegt die Übernachtung mit Wohnmobil und 2 Personen bei 18 Euro (+ Tourismusabgabe) in der Hauptsaison. 

GPS: N 54°9’30.2, E 10°59’22.75

Fehmarn

Unser Ziel für die kommenden Tage war die Insel Fehmarn. Da uns am nächsten Morgen strömender Regen erwartete, musste ein Alternativplan her und die Inselerkundung verschoben werden. Trotzdem wollten wir gerne direkten Meerblick haben, während wir im trockenen Wohnmobil sitzen. Nach einiger Recherche stießen wir auf den Campingplatz „Belt Camping“ im Norden der Insel. Hier wurden Stellplätze direkt auf dem Deich mit Meerblick versprochen. Für 32 Euro pro Nacht war dieser Platz zwar mit Abstand der teuerste, auf dem wir je gestanden haben, aber dafür war der Blick auf den Strand und das Meer auch bei Regen perfekt. Gegen Abend riss die Wolkendecke nochmal auf und wir wurden mit einem perfekten Sonnenuntergang über Dänemark belohnt. Für die 32 Euro bekommt man alle Annehmlichkeiten, die ein Campingplatz bieten kann. Saubere große Sanitäranlagen, Kinderspielplatz, Restaurant, kleiner Einkaufsladen und die beste Ver- und Entsorgung, die wir bisher gesehen haben. 

GPS: N 54° 31' 43,0,  E 11° 05' 37.0



Sehlendorfer Strand

Da auch am nächsten Morgen der Regen unser Begleiter ist, machen wir nur noch eine kurze Besichtigungstour durch Burg und verlassen Fehmarn dann über die Fehmarnsundbrücke nach Westen. Durch Heiligenhafen geht es weiter bis an den Sehlendorfer Strand, kurz vor Hohwacht. Hier finden wir auf einer großen Rasenfläche zwischen Deich und Campingplatz einen großen Parkplatz, der mittig für Autos (kostenlos) und am Rand für Wohnmobile zugelassen ist. Von hier sind es nur wenige Schritte bis zum langen Sandstrand und zu einer kleinen Ansammlung von Restaurants und Cafés. Ver- und Entsorgung ist gegen eine Gebühr möglich. Morgens um 9 Uhr kommt jemand von der Gemeinde zur Bezahlung vorbei. Wer bis zum nächsten Morgen bis maximal 9 Uhr bleibt, bezahlt 10,50 € sowie 3 Euro Kurtaxe pro Person (wer noch den Tag anhängen, möchte zahlt 16,50 €). Auch die Deichrestaurants sind empfehlenswert. Sowohl die Fischsuppe und eine riesige Portion Backfisch im „Dat Dünenhuus“ als auch der Milchreis im „Bistro Café Fleck“ waren sehr gut. 

GPS: N 54°18’20.08, E 10°41’37.57

Hohwacht

Wer lieber im Ort selbst übernachtet, dem können wir den Wohnmobilstellplatz von Hohwacht empfehlen. Auf einem asphaltierten Parkplatz am südlichen Ende des Ortes befindet sich hier im vorderen Bereich ein Parklatz für Autos und im hinteren Bereich ein offizieller Stellplatz, der fußläufig vom Meer und mehreren Restaurants entfernt liegt. Bezahlt wird am Parkautomaten, 10 Euro pro Übernachtung. Strom, Ver- und Entsorgung gibt es gegen Gebühr. 

GPS: N 54°19’5.51, E 10°40’32.15

Strandkörbe in Hohwacht
Strandkörbe in Hohwacht

Alles in allem eine tolle Tour für einen Kurzurlaub mit Sonnenuntergängen über dem Meer und Strandfeeling für zwischendurch.

 

Was sind eure Erfahrungen zu Stellplätzen an der Ostsee?

Habt ihr weiter Tipps? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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